Implantate - Implantatgetragener Zahnersatz

Viele Menschen leiden an den Folgen von Zahnverlust und haben hohe Erwartungen an ihren Zahnersatz: sie wünschen sich perfekte Kaufunktion und Ästhetik. Vor noch nicht allzu langer Zeit gab es bei Zahnverlust nur die Behandlungsmöglichkeit mit Brücken oder herausnehmbarem Zahnersatz. In vielen Fällen können wir mit dieser Art der Versorgung durchaus gute Ergebnisse erreichen. Dennoch wird sich ein solcher Zahnersatz niemals wie eigene Zähne anfühlen, und die Tatsache, dass man seine "Zähne" herausnehmen kann und dies auch immer wieder mal tun muss, ist gewöhnungsbedürftig und für viele Patienten nicht akzeptabel.

Umso erfreulicher ist es, dass Ihr Zahnarzt heute mit der Implantologie über die Möglichkeit verfügt, Ihnen neue Zähne zu verschaffen, die genau so fest und stabil sind wie gesunde eigene, und die sich auch wie eigene Zähne anfühlen. Die Implantologie ist heute eine sehr sichere Methode mit hoher Erfolgsquote. Funktionell und kosmetisch sind Implantate meist die beste Lösung. Hinzu kommt noch, dass Zahnimplantate eine Atrophie des Kieferknochens (Knochenschwund) verhindern, die sonst im zahnlosen Kiefer unvermeidlich wäre.

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Weiter Informationen über Implantate Zahnimplantate - Wikipedia

Erfolgreiche Implantologie in Marburg seit 1993

Unsere Praxis kann auf eine intensive und erfolgreiche implantologische Tätigkeit mit verschiedenen Implantatsystemen zurückblicken, die im Jahr 1993 begonnen hat und seitdem ständig ausgeweitet wurde. Die ersten damals gesetzten Implantate funktionieren heute noch problemlos. Das gibt uns die nötige Erfahrung und Ihnen die Sicherheit, gut versorgt zu werden.

Künstliche Zahnwurzeln

Zahnimplantate werden geplant, um fest verankerten, natürlich aussehenden Zahnersatz zu ermöglichen, wenn keine oder zu wenig natürliche Zahnwurzeln vorhanden sind. Bei fehlenden Wurzeln bildet sich der Kieferknochen zurück, die Wangen fallen ein und lassen das Gesicht älter aussehen.

Mit Implantaten kann man diese unerfreuliche Entwicklung verhindern oder stoppen. Die Basis aller Implantatbehandlungen sind eine oder mehrere Zahnwurzeln aus Titan, schraubenförmige Stützpfeiler, die im Kieferknochen verankert werden und mit diesem fest verwachsen. Sie bieten Ihrem Zahnersatz einen sicheren Halt und sind die Grundlage für perfekte Funktion und Kosmetik.

In unserer Praxis verwenden wir unter anderem die lange erprobten und bewährten Implantatsysteme:

Frialit2® Dentsply Friadent
Neoss® Neoss GmbH

Die Planung

Bei der Operationsplanung werden die Länge, der Durchmesser und die Positionen der Implantate im Knochenfestgelegt. Dabei muss sowohl die Breite als auch die Höhe des Kieferknochens ermittelt werden. Anhand dieser Messwerte werden Länge und Durchmesser der Implantate gewählt.

Hier lohnt sich ein besonders sorgfältiges Vorgehen, da nur so eine Schädigung der Kieferhöhlen, Nerven oder anderer anatomischer Strukturen vermieden werden kann.

Anhand von Röntgenaufnahmen können wir feststellen, welches Implantat System und welche Implantat Längen und Durchmesser für den geplanten Eingriff in Frage kommen. In den meisten Fällen ist für diesen Zweck eine Panorama Schichtaufnahme bestens geeignet und auch auf Grund der äußerst geringen Strahlenbelastung das Mittel der Wahl.

Eine Computer Tomographie (CT) braucht man nur in extrem seltenen Fällen, und sie sollte auch, wenn irgend möglich, wegen der unverhältnismäßig hohen Strahlenbelastung vermieden werden.

Die Implantation

Unter örtlicher Betäubung werden die Implantate vollkommen schmerzlos genau an den vorher festgelegten Stellen im Kieferknochen fest verankert. Danach wird die Lage der Implantate überprüft. Nach dem Eingriff wird die Operationsstelle mit einer Naht verschlossen. Nach einer Woche entfernen wir die Naht, und danach müssen die Implantate zwischen drei und sechs Monate mit dem Kieferknochen fest verwachsen. Während dieser Zeit können Sie einen provisorischen Zahnersatz tragen.

Beispiele für begleitende chirurgische Maßnahmen

  • Oft sind die anatomischen Bedingungen für die Eingliederung von Implantaten nicht gerade ideal, so dass wir durch begleitende chirurgische Eingriffe eine Verbesserung des Implantat Umfeldes herstellen müssen.
  • Im Umfeld der Kieferhöhlen ist das Knochenangebot meist stark reduziert, der Implantologe kennt jedoch eine ganze Reihe von chirurgischen Maßnahmen, die es auch in solch schwierigen Situationen doch noch ermöglichen, ein ausreichendes Knochenangebot zu schaffen. Hier können wir durch Anhebung des Kieferhöhlenbodens im Rahmen einer Sinuslift Operation (Sinusboden Elevation) die für die Implantataufnahme notwendige Knochendicke herstellen. Sinus Lift Operation - Wikipedia
  • Ist der Kieferknochen zu schmal für das Implantat, so kann er durch geeignete knochenchirurgische Maßnahmen, wie die Knochenspreizung, verbreitert werden.
  • Die gesteuerte Knochenregeneration (guided tissue regeneration GTR) gibt uns die Möglichkeit, dort Knochenwachstum anzuregen, wo sonst keines stattfinden würde.

Freilegung der Implantate

Nach der Einheilzeit legen wir die Implantate frei, überprüfen nochmals die Lage und die Festigkeit und können danach den endgültigen Zahnersatz herstellen.

Die endgültige Versorgung

Auf Implantaten kann praktisch jede Art von Zahnersatz befestigt werden. Von Einzelkronen über Brücken bis hin zu jeder Form des herausnehmbaren Zahnersatzes bieten Implantate optimale Voraussetzungen für einwandfreie Funktion, höchsten Tragekomfort und perfekte Ästhetik.

Implantate in der Alterszahnmedizin

Bei älteren Menschen, die schon eine längere Zeit an Zahnlosigkeit leiden, kann sich der Kieferknochen zurückziehen (atrophieren). Der dadurch verursachte schlechte Sitz vor allem unterer totaler Prothesen, stellt die Alterszahnheilkunde vor große Probleme, die mit den klassischen prothetischen Methoden nicht zu lösen sind. In solchen Fällen kann der Zahnarzt durch Wiederherstellung eines ausreichenden Knochenangebotes (Augmentation) und anschließender Implantation stabile Pfeiler für die Befestigung des Zahnersatzes herstellen. Besonders bewährt haben sich hier Teleskopkronen in Kombination mit Stegen. Der Sitz derartig fixierter Kronen ist um ein Vielfaches besser als der wackelige Sitz herkömmlicher unterer Totalprothesen.

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aktualisiert vor 12 Tagen, am 10.11.2017 - 22:38.