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	<title>zahnarzt - marburg &#124; zahninfo - marburg &#187; Unser Gesundheitswesen</title>
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	<description>... ein Blog für zahnmedizinische Themen</description>
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		<title>Ärztemangel auf dem Land</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jun 2011 21:40:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Christoph Jochum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Für Sie gefunden]]></category>
		<category><![CDATA[Unser Gesundheitswesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Der selbstverschuldete medizinische Versorgungsnotstand Der Ärztemangel &#8211; im Augenblick noch nur auf dem Land, aber absehbar wohl demnächst in der ganzen Republik &#8211; entwickelt sich zu einer realen Bedrohung der medizinischen Versorgung. Es vergeht kaum ein Tag, an dem die Misere nicht in den Medien beklagt wird, und die Politiker aller Richtungen mit irgendwelchen kaum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Der selbstverschuldete medizinische Versorgungsnotstand</h3>
<p>Der Ärztemangel &#8211; im Augenblick noch nur auf dem Land, aber absehbar wohl demnächst in der ganzen Republik &#8211; entwickelt sich zu einer realen Bedrohung der medizinischen Versorgung. Es vergeht kaum ein Tag, an dem die Misere nicht in den Medien beklagt wird, und die Politiker aller Richtungen mit irgendwelchen kaum brauchbaren Lösungsvorschlägen aufwarten, die alle mehr oder weniger halbherzig, die eigentlichen Ursachen ignorierend und daher ungeeignet sind, das Problem auch nur annähernd in den Griff zu kriegen.<br />
<span id="more-2721"></span><br />
Der Kollege Herbert Köller, Zahnarzt in Stadtallendorf, hat sich in Form eines Leserbriefes an die örtliche Presse zu diesem Thema geäußert. Ich finde dass er die Problematik sehr treffend schildert und gebe mit seinem freundlichen Einverständnis hier den Text im Wortlaut wieder:</p>
<blockquote><p>Marburg/Lahn &#8211; 31.05.2011</p>
<p>Die Problematik „Ärztemangel auf dem Lande“ ist in Deutschland nicht erst in unserer Zeit bekannt. Bereits früher haben wir in Deutschland, allerdings in wirtschaftlich schlechteren Zeiten, mit diesem Phänomen zu kämpfen gehabt. Die Gründe für dieses Problem sind heute andere als in früheren Zeiten und vor allem vielschichtiger.</p>
<p>Dass in manchen Bereichen unseres Landes eine Unterversorgung in Heilberufen besteht oder dass vorhandene Praxen keine Nachfolger finden, ist heute sicher nicht auf eine zu geringe Zahl von ausgebildeten Medizinern, Zahnmedizinern und Pharmazeuten zurückzuführen. Vielmehr sind es unter anderem auch die Rahmenbedingungen, unter denen wir Heilberufler arbeiten, die zu dieser Erscheinung geführt haben.</p>
<p>Eine immer weiter ausufernde, zum größten Teil sinnlose Bürokratie belastet uns immer mehr. Zu unserer eigentlichen Aufgabe, nämlich Menschen medizinisch und zahnmedizinisch zu betreuen und zu versorgen, kommen wir nur mit großer persönlicher Belastung. Das geht zu Lasten unserer Familien und auch unserer eigenen Gesundheit. Junge Menschen sind heute aber nicht mehr bereit, diesen Verlust an Lebensqualität uneingeschränkt hinzunehmen. Deshalb lassen sich viele gar nicht erst in eigenen Praxen nieder, sondern gehen in die Industrie und die Wissenschaft oder verlassen Deutschland nach dem Studium, um im Ausland zu arbeiten. In Gesprächen mit im Ausland, besonders in Skandinavien, arbeitenden Kollegen, erfährt man, dass sie in ihren neuen Ländern die gesellschaftliche und finanzielle Anerkennung ihrer Arbeit finden, die sie in Deutschland vermissen.</p>
<p>Weitere Gründe für unsere Probleme bewegen sich im Bereich der wirtschaftlichen und der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für unsere Berufe in Deutschland. In den letzten Jahrzehnten hat es sich eingebürgert, dass Politiker die „Leistungserbringer“ (gemeint sind u.a. Ärzte, Zahnärzte und Apotheker) als Schuldige bei Problemen im Gesundheitswesen brandmarken. Dies führt mit schöner Regelmäßigkeit zu Attacken auf diese Berufsgruppen. Erinnern Sie sich noch liebe Leser, dass Horst Seehofer als er noch Gesundheitsminister war, uns Zahnmediziner in seiner Hilflosigkeit als Abzocker und Betrüger bezeichnet hat?<br />
Gerade junge Menschen reagieren in einem Alter, in dem sie auf der Suche nach einem für sie geeigneten Beruf sind, sehr sensibel auch auf die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ihres Traumberufs. Die daraus entstehenden Probleme in unserem Land mit Medizinern und Pflegepersonal aus dem Ausland lösen zu wollen, ist paradox. Vor allem wenn man bedenkt, dass unsere jungen Hochschulabsolventen mit einer international anerkannt hochwertigen Ausbildung ins Ausland wechseln und dort arbeiten, wo sie finanzielle und auch gesellschaftliche Anerkennung in ihren Berufen erhalten. Dies alles bei geregelten Arbeitszeiten und vor allem auch mit einem Minimum an bürokratischem Aufwand!</p>
<p>Ich kann man mich nur dem anschließen, was Horst Seehofer seinerzeit nach seiner schweren Erkrankung der „Süddeutschen Zeitung“ gesagt hat:<br />
„&#8230;. Wenn Sie in Sichtweite des Todes sind, dann denken Sie unter anderen Aspekten.“</p>
<p>Und weiter:<br />
„Aspekt 2: Ich habe früher das Gesundheitswesen unter das ökonomische Diktat gestellt. Heute glaube ich, dass wir nicht die Ärzte und Pflegekräfte reformieren müssen, sondern die Bedingungen, unter denen sie arbeiten.“ Die SZ titelte damals dazu: „Der geläuterte Patient!“ Und der BILD Kolumnist Franz Josef Wagner ergänzte dann noch „Und trotzdem sein Leben retteten.“<br />
Schade, dass der heutige bayerische Ministerpräsident dies alles ganz schnell vergessen hat!</p></blockquote>
<p>Dem ist eigentlich nicht viel hinzuzufügen, Herr Köller hat die Bedingungen, unter denen wir mittlerweile arbeiten, treffend beschrieben, doch vielleicht sollte man den Verantwortlichen in der Politik noch sagen, dass sie das Ruder noch herumreissen könnten, indem sie Ärzten, Zahnärzten und Apothekern endlich die Rahmenbedinungen zugestehen, zu deren Schaffung sie durch ihr politisches Amt verpflichtet sind.</p>
<p>Wenn sie dies nicht tun und uns weiterhin unter dem Applaus der Medien hinhalten, oder, schlimmer noch, mit noch mehr unsinniger Bürokratie und Honorarabsenkung drangsalieren und uns als geldgierige Abzocker diffamieren, wird es nicht bei dem Ärztemangel auf dem Land bleiben. Dann haben wir ihn auch in den Städten, und wenn das Lamento dann zu groß wird, und die Verantwortlichen notgedrungen die Situation der Ärzte verbessern wollen, werden sie feststellen, dass gar keine Ärzte und Zahnärzte mehr da sind. Die sind dann im Ausland und denken nicht daran, zurückzukommen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Botox 2</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Apr 2011 17:34:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Christoph Jochum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Letzte]]></category>
		<category><![CDATA[Für Sie gefunden]]></category>
		<category><![CDATA[Unser Gesundheitswesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Vergleich Ausbildung des Zahnarztes mit Ausbildung des Heilpraktikers - Studienordnung für den Studiengang Zahnmedizin Philipps-Universität Marburg - Urteile zur Behandlungsberechtigung Zahnarzt / Heilpraktiker]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>19.04.2011</p>
<p>BIELEFELD/MÜNSTER<br />
Urteil: Zahnärzte dürfen kein Botox spritzen<br />
Medizinerin aus dem Raum Bielefeld blitzt vor Gericht ab</p>
<p>Verwaltungsgericht in Münster lässt Zahnärztin aus der Umgebung von Bielefeld abblitzen.<br />
Botox nicht beim Zahnarzt</p>
<p>Bielefeld/Münster (lnw). Zahnärzte dürfen ihren Patienten kein Botox unter die Haut spritzen. Das urteilte am Dienstag ein Richter des Verwaltungsgerichtes in Münster. &#8220;Man kann sich trefflich darüber streiten, ob Lippen aufgespritzt werden können.&#8221; Aber alles, was noch weiter vom Mund entfernt sei, falle eindeutig in die Zuständigkeit von Heilpraktikern oder allgemeinen Ärzten. Nur sie seien zu Schönheits-OPs mit Anti-Falten-Spritzen berechtigt, da gebe es einen &#8220;klaren Wortlaut des Gesetzes&#8221; (Az: 7 K 338/09).<br />
<span id="more-2561"></span><br />
Eine Zahnärztin aus der Umgebung von Bielefeld hatte Botox-Behandlungen und Mesotherapie anbieten wollen. Sie hatte gegen die Zahnärztekammer Westfalen-Lippe geklagt, damit sie nicht in einer Grauzone arbeiten muss.</p>
<p>Ihr Anwalt führte unter anderem ins Feld, dass das Bleichen von Zähnen schließlich auch Zahnarzt-Sache sei. Zudem wies der Jurist darauf hin, dass das Gesetz zum Aufgabenfeld der Zahnärzte schon fast 60 Jahre alt sei. Seitdem habe sich in eine Menge im Praxisalltag geändert. Die Tatsache, dass ein Strahlentherapeut einem Patienten Botox spritzen dürfe, aber ein Zahnarzt nicht, sei eine Ungleichbehandlung. &#8220;Zahnärzte sind durch ihr Studium besser über den Kiefer, Mund und die Nervenbereiche informiert&#8221;, sagte der Anwalt.</p>
<p>Der Richter zweifelte nicht an der indivuellen Fähigkeit der Klägerin, Patienten Botox spritzen zu können. Doch sei die Gesetzeslage eindeutig. Er gab der Zahnärztin einen Korb. Gleichzeitig wies er daraufhin, dass Gesetze dem Zeitgeist angepasst werden können, dies sei aber Aufgabe der Politik und nicht der Justiz. Die Zahnärztin kann eine Berufung beim Oberverwaltungsgericht beantragen.</p></blockquote>
<p>Gefunden bei: <a href="http://www.nw-news.de/owl/4401453_Urteil_Zahnaerzte_duerfen_kein_Botox_spritzen.html?em_cnt=4401453">Die Neue Westfälische im Internet</a></p>
<blockquote><p>Besondere Kenntnisse für besonders gefährliche Behandlungen</p>
<p>Wegen der besonderen Gefährlichkeit der Behandlung sind daher &#8220;genaueste Kenntnisse über den Aufbau und die Schichten der Haut sowie über den Verlauf von Blutgefäßen, Nervenbahnen und Muskelsträngen in dem für die Behandlung vorgesehenen Gesichtsbereich wie z. B. bei der Injektion von Botulinum-Toxin, bei der schon geringe Ungenauigkeiten zu Gesichtslähmungen und -asymmetrien führen können, nötig&#8221; (VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 10.07.2006, Az. 9 S 519/06).</p>
<p>Dass der Zahnarzt als solcher über diese Kenntnisse nach Ansicht der Rechtsprechung nicht verfügt, ist besonders im Oktober 2010 durch eine Entscheidung des Amtsgerichts Düsseldorf deutlich geworden. Das Gericht erließ gegen einen Zahnarzt einen Strafbefehl, weil er zur Ausübung dieser Tätigkeit nicht berechtigt gewesen sei (Urt. v. 30.10.2007, Az. 10 Js 274/07).</p></blockquote>
<p>Gefunden bei: <a href="http://www.lto.de/de/html/nachrichten/3087/botox_behandlung_durch_zahnaertze_warum_heilpraktiker_d%C3%BCrfen_was_zahnaerzten_untersagt_ist/#commentWrite">Legal Tribune Online</a></p>
<h4>Das kann doch nicht wahr sein!</h4>
<p>Dass die Anti Aging Behandlung mit Botox (Faltenglättung, Faltenunterspritzung) überflüssiger und nicht immer ungefährlicher Unsinn ist, steht für mich ausser Frage.<br />
Dass aber Juristen der Ansicht sind, ausgerechnet Heilpraktiker verfügten über eine bessere Ausbildung und ein größeres fachliches Wissen, das sie für diese &#8220;Behandlung&#8221; eher qualifiziere als Zahnärzte, zeugt davon, dass sie sich nie ernsthaft mit der Materie befasst haben. Sollten sie sich aber doch damit befasst haben, die Gesetzeslage jedoch keine andere Beurteilung zulassen, so beweist das nur, dass der Gesetzgeber hier keine Ahnung hat oder haben will. Wer auch immer für diesen Unsinn verantwortlich zeichnet, diese Missachtung und Herabwürdigung des hohen Ausbildungs- und Qualifikationsstandards deutscher Zahnärzte ist eine Unverschämtheit.</p>
<h4>Die Ausbildung des Zahnarztes</h4>
<p>ist gesetzlich streng geregelt, und das ist gut so!</p>
<p>Die Berechtigung zur Ausübung der Zahnheilkunde setzt ein Universitätsstudium voraus. Zum Studium sind nur Personen zugelassen, die die Hochschulreife besitzen und (in den meisten Fällen) die Bedingungen eines Numerus Clausus erfüllen. Die Ausbildung dauert mindestens zehn Semester und umfasst einen vorklinischen und einen klinischen Studienteil von je fünf Semestern Dauer. Das Studium erfolgt an einer anerkannten Universität und endet mit der Ablegung des Staatsexamens und der Approbation. Jeder Studienabschnitt wird mit einer staatlichen Prüfung abgeschlossen. Anschließend muss eine 2järhige Assistenzzeit in der Praxis eines niedergelassenen Zahnarztes absolviert werden. In den meisten Fällen folgt auf das Studium die Promotion zum Dr. med. dent. und gegebenenfalls noch eine Facharztausbildung.</p>
<p>Zur Vertiefung empfehle ich die Lektüre der<br />
<a title="Studienordnung Zahnmedizin Marburg" href="http://www.zahnarzt-dr-jochum.de/wordpress/wp-content/uploads/pdf-files/sto-zahnmedizin.pdf">Studienordnung<br />
für den Studiengang Zahnmedizin<br />
Philipps-Universität Marburg</a></p>
<h4>Die Ausbildung des Heilpraktikers</h4>
<p>ist nicht gesetzlich geregelt, es gibt keine vorgeschriebene Regelausbildung und keine bundeseinheitlich geregelte Prüfung.</p>
<p>Zur Vertiefung empfehle ich die Lektüre des entsprechenden Wikipedia Artikels: <a title="Heilpraktiker - Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heilpraktiker">Heilpraktiker &#8211; Wikipedia</a></p>
<p>Hier ein Auszug aus dem Wikipedia-Artikel:</p>
<blockquote><p>Heilpraktiker ist kein Ausbildungsberuf, da es keine vorgeschriebene Regelausbildung und keine bundeseinheitlich geregelte Prüfung gibt. Dennoch unterliegt die „Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung“ bestimmten Zulassungsvoraussetzungen, die bundesweit durch eine amtsärztliche Überprüfung nachzuweisen sind. Die Durchführungsbestimmungen für diese Überprüfungen variieren zwar von Bundesland zu Bundesland, umfassen jedoch ähnliche Fragenkataloge und Kenntnisfelder.</p>
<p>Voraussetzung für die Zulassung ist ein Mindestalter von 25 Jahren, die körperliche und geistige Eignung für den Beruf (ärztliches Attest und polizeiliches Führungszeugnis) sowie ein Hauptschulabschluss und die Genehmigung durch das zuständige Gesundheitsamt. Die Zulassung wird durch eine schriftliche und mündliche Überprüfung erworben, die sicherstellen soll, <span style="color: #ff0000;">dass von dem Kandidaten keine unmittelbare Gefahr für die allgemeine Gesundheit der Bevölkerung ausgeht.</span> Die Überprüfung enthält somit auch Fragen zum Basiswissen von Pathologie/Krankheitsbildern, Anatomie, Diagnose/Diagnostik und Pharmakologie, Therapie. Eine Ausbildung und Berufserfahrung in einem Beruf des Gesundheitswesens (z. B. Gesundheits- und Krankenpfleger, Medizinischer Fachangestellter, Rettungsassistent, etc.) können sich hier als förderlich zeigen.</p>
<p>Eine Zulassung zur mündlichen Überprüfung erfolgt nur, wenn die schriftliche Überprüfung ausreichend bestanden wurde.</p>
<p>Die Ausbildung ist nicht gesetzlich geregelt; sie dauert in privaten Schulen etwa zwei bis drei Jahre. <span style="color: #ff0000;">Es besteht allerdings keinerlei gesetzliche Verpflichtung, eine organisierte Ausbildung zu absolvieren.</span> Ohne eine systematische heilkundliche Ausbildung kann die Überprüfung zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung eher selten bestanden werden. Da die Qualität der Ausbildung allerdings keinerlei staatlicher Aufsicht unterliegt, fallen bei der Überprüfung der angehenden Heilpraktiker je nach Bundesland zwischen 20 und 80 Prozent der Prüflinge durch.</p></blockquote>
<p>Die Heilpraktikerausbildung kann auch in Fernkursen absolviert werden!!</p>
<p>Wer dies alles weiß und sich immer noch vom Heilpraktiker behandeln lässt, soll sich auch im nächsten Urlaub von einem &#8220;Flugpraktiker&#8221; fliegen lassen und auf einen ordentlich ausgebildeten Piloten verzichten.</p>
<p><strong>Und was tut die Zahnärzteschaft?</strong></p>
<p>Die lässt sich das alles widerstandslos bieten!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zukunftsvision</title>
		<link>http://www.zahnarzt-dr-jochum.de/wordpress/index.php/2009/07/02/zukunftsvision/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 20:44:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Christoph Jochum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unser Gesundheitswesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Bis zum Jahr 2011 sollen am Marburger Uni-Klinikum ca. 28 Medizinische  Versorgungszentren  MVZ eingerichtet werden, die dann nach und nach die ambulante Versorgung der Bevölkerung übernehmen sollen, die zur Zeit noch von den niedergelassenen Ärzten erbracht wird. Besonders brisant könnte die Entwicklung werden, wenn die MVZ in einem erbitterten Konkurrenzkampf gegen die niedergelassenen Ärzte versuchen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bis zum Jahr 2011 sollen am Marburger Uni-Klinikum ca. 28 <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Medizinisches_Versorgungszentrum">Medizinische  Versorgungszentren  MVZ</a> eingerichtet werden, die dann nach und nach die ambulante Versorgung der Bevölkerung übernehmen sollen, die zur Zeit noch von den niedergelassenen Ärzten erbracht wird.</p>
<p>Besonders brisant könnte die Entwicklung werden, wenn die MVZ in einem erbitterten Konkurrenzkampf gegen die niedergelassenen Ärzte versuchen, diese aus dem Wettbewerb zu verdrängen.</p>
<p><span id="more-558"></span></p>
<p>Die Strategiepapiere der Betreiber des Marburger und Giessener Universitäts-Klinikums scheinen nach der Meinung vieler niedergelassener Kollegen und Kolleginnen diese Befürchtung zu bestätigen.</p>
<p>In wieweit diese im Augenblick für die Humanmedizin bedrohliche Entwicklung auch die Zahnmedizin betreffen wird, bleibt abzuwarten.</p>
<p>Frau Dr. Deuker, Fachärztin für Orthopädie Naturheilverfahren in Marburg, hat in diesem Zusammenhang das folgende Szenario entwickelt:</p>
<h4>Zukunftsvision</h4>
<blockquote><p>Stellen Sie sich vor, Sie leben im Jahr 2015.<br />
Seit ein paar Tagen fühlen Sie sich nicht ganz wohl.<br />
In der Vergangenheit hatten Sie schon immer mal wieder Probleme mit Ihren Nieren.<br />
Also suchen Sie Ihre Hausärztin auf und stellen an der Praxistür erstaunt fest, dass es die Praxis nicht mehr gibt.<br />
Sie gehen daraufhin zu Ihrem Facharzt für Nierenerkrankungen (Urologen), auch hier finden Sie an der Praxistür den Hinweis:<br />
Praxis geschlossen, verlegt ins Medizinische Versorgungs Zentrum.<br />
Da Sie nicht so recht wissen, wie`s weitergeht, rufen Sie Ihre Krankenkasse an, sagen wir die AOK.<br />
Dort erhalten Sie den Hinweis, dass die Kassenarztsitze Ihrer Hausärztin und des Urologen zusammengelegt wurden ins MedizinischeVersorgungsZentrum, der UniKlinik MR-GI, kurz MVZ, was für Sie ja toll sei, da die AOK einen Direktvertrag mit diesem MVZ abgeschlossen habe, wodurch Sie keine Wartezeiten haben.<br />
Prima, denken Sie und gehen ins MVZ der UniKlinik Rhön AG.<br />
Dort bekommen Sie auch direkt einen Termin bei einem netten Arzt, der Sie nicht viel fragt, weil er Ihre bisherige Krankengeschichte auf Ihrer elektronischen Versicherungskarte ablesen kann.<br />
Er veranlasst einige Untersuchungen und gibt Ihnen einen Termin zur Besprechung der Ergebnisse.<br />
Bei dem nächsten Termin sehen Sie dann einen anderen ebenso netten Arzt, der Ihre aktuellen Werte studiert und Ihnen dringend rät, sich stationär aufnehmen zu lassen.<br />
Früher waren Sie wegen ähnlicher Probleme schon in der Diakonie in Wehrda.<br />
„Nein Wehrda geht nicht“, erfahren Sie von Ihrer Krankenkasse, sie seien bei der AOK über die Direktverträge nur für die Uniklinik RhönAG versichert.<br />
Sie denken, na schön, Universität klingt gut.<br />
Es gibt auch hier wieder einen erfreulich zügigen Termin, also liegen Sie dann in der Uniklinik.<br />
Der Arzt dort braucht mit Ihnen gar nicht mehr zu reden, hat er doch alle Informationen in der Elektronischen Krankenakte vor sich.<br />
Er eröffnet Ihnen nun, dass Sie an die Dialyse müssten.<br />
Jetzt bekommen Sie doch etwas Angst.<br />
Auf die Frage, ob denn das Problem nicht wie früher auch mit Medikamenten zu behandeln sei, bekommen Sie zur Antwort:<br />
„In unserer Klinik nicht. Dann müssen Sie woanders hingehen.“<br />
Jetzt fragen Sie sich zum ersten Mal:<br />
Ja wohin denn?<br />
Keine Hausärztin,<br />
kein freier Facharzt,<br />
keine Kostenerstattung in anderer Klinik</p></blockquote>
<p>Zu diesem Thema auch ein <a title="Interview mit einem betroffenen Arzt" href="http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/hessen/1851414_Rhoen-Klinikum-Patienten-haben-Angst.html">Interview</a> mit einem der betroffenen Ärzte</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein Klinikum wird verkauft</title>
		<link>http://www.zahnarzt-dr-jochum.de/wordpress/index.php/2009/06/30/ein-klinikum-wird-verkauft/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 21:10:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Christoph Jochum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unser Gesundheitswesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 24.6.09  fand unter der Überschrift:  &#8220;Konzernmedizin, wie die Marburger Patienten verkauft werden&#8221;  in Marburg ein Vortrag und Diskussion mit Renate Hartwig statt. Hauptthema waren die Privatisierung und der Verkauf der Uni-Kliniken Marburg und Giessen an die Rhön-Klinikum AG und die weitreichenden Folgen, die sich daraus für Patienten, Klinikangestellte und niedergelassene Ärzte ergeben. Zu Beginn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 24.6.09  fand unter der Überschrift:  &#8220;Konzernmedizin, wie die Marburger Patienten verkauft werden&#8221;  in Marburg ein Vortrag und Diskussion mit Renate Hartwig statt.<br />
 Hauptthema waren die Privatisierung und der Verkauf der Uni-Kliniken Marburg und Giessen an die Rhön-Klinikum AG und die weitreichenden Folgen, die sich daraus für Patienten, Klinikangestellte und niedergelassene Ärzte ergeben.</p>
<p>Zu Beginn der Veranstaltung fasste Frau Dr. med. Ulrike Kretschmann Marburg, Fachärztin für Allgemeinmedizin, als Vertreterin des <a href="http://notruf113.blog.de/">Notruf 113</a> die Entwicklungen seit dem Übergang des Marburger Uni-Klinikums in private Hände im Jahr 2006 zusammen.</p>
<p>Mit Zustimmung von Frau Dr. Kretschmann gebe ich hier ihre Rede im Wortlaut wieder:</p>
<p><span id="more-563"></span></p>
<hr style="border-width: 1px; border-style: solid; border-color: #CCCCCC; color: #ffffff;" noshade="noshade" />
<p><br class="spacer_" /></p>
<p>Meine Damen und Herren,</p>
<p>Sie als Marburger  werden in den letzten drei Jahren wohl alle Ihre eigenen Erfahrungen mit dem privatisierten Uniklinikum gemacht haben. Ich fasse im Folgenden kurz das Geschehen zusammen und gebe meine Eindrücke aus der Sicht einer niedergelassenen Hausärztin wieder.</p>
<p>Anfang des Jahres 2006 hat die hessische Landesregierung nach ihrer Ansicht ein „Leuchtturmprojekt“ in der deutschen Wissenschaftslandschaft auf den Weg gebracht: die Zusammenlegung und Privatisierung der Uni Kliniken Marburg und Gießen, wobei der universitäre Anteil beim Land verblieb und die zugehörige Krankenversorgung an einen gewerblichen Anbieter vergeben wurde. Nach einem Ausschreibungsverfahren erhielt die Rhön- Klinikum AG den Zuschlag.</p>
<p>Einem nachdenklichen Beobachter der Szene drängt sich dabei die Frage auf, warum der hessische Ministerpräsident, der diese Strategie vehement als großen Wurf feierte, diese Errungenschaften der Uniklinik Frankfurt vorenthielt und immer noch vorenthält? Oder hatte er vielleicht doch Zweifel an seiner eigenen Strategie? Darüber hinaus stellt sich die weiterführende Frage, warum das Land Baden –Württemberg in gleicher Sache nach umfangreichen Anhörungen von Experten sich gegen einen solchen Weg entschieden hat. Wahrscheinlich ist man in Hessen dann doch klüger?</p>
<p>Wie dem auch sei, seit der erfolgten Privatisierung ergeben sich durchaus Erkenntnisse und Begebenheiten, die eine Reihe von Fragen aufwerfen. Es lässt sich durch Rückkopplung aus den Arztbriefen der Kollegen  und durch die Berichte der Patienten eine dramatische Einbuße der Qualität der Krankenversorgung bis hin zu einer Art &#8220;Drehtürmedizin&#8221; feststellen. Mir ist es bei Einweisung von Patienten mehrfach passiert, dass das Klinikum schematisch eine Palette von profitablen Prozeduren durchführte, der Patient  allerdings genauso krank wieder entlassen wurde, ohne dass das eigentliche medizinische Problem, das der  Erkrankung zu Grunde lag, gelöst worden ist. Für klärendes Nachfragen war entweder keine Zeit, kein Interesse oder man erklärte sich für nicht mehr zuständig.</p>
<p>Hier mögen der wirtschaftlichen Ertrag und die statistischen Zahlen des  Klinikums stimmen; das Ergebnis für den Patienten und die einweisenden Ärzte ist häufig unbefriedigend.  Seit nach diagnosedefinierten Fallpauschalen (DRGs) vergütet wird, ist die frühere Bettenpolitik ins Gegenteil verkehrt worden; die Patienten werden oftmals zu früh statt zu spät entlassen, eine notwendige Klärung der medizinischen Probleme findet häufig nicht mehr statt, weil zusätzliche Untersuchungen zwar noch Kosten, jedoch keine Einnahmen mehr bedeuten. Hierdurch mag das betriebswirtschaftliche Ergebnis des Klinikums verbessert werden, für die Versichertengemeinschaft und den Patienten werden die Kosten oft drastisch erhöht, weil die richtige Diagnose erst nach weiteren Vorstellungen bei Hausarzt, Fachärzten und Einweisungen in andere Kliniken gestellt werden können.  Die adäquate Therapie kann erst später eingeleitet werden, ein zum Teil irreversibler Schaden beim Patienten ist möglicherweise entstanden.</p>
<p>Es sind dabei gerade die  Patienten mit komplexen, schweren Erkrankungen, das traditionelle Klientel von Universitäts-Krankenhäusern, die unter der Entwicklung zu leiden haben. Gerade diese Patienten, möchten mit einem betreuenden Arzt darüber sprechen, was die technischen Untersuchungen für ihr Leben bedeuten. Man muss an dieser Stelle die Frage stellen, ob in einer gewerblich orientierten Medizin solche Patienten noch adäquat betreut werden können, oder ob der  PRIMAT der Gewinnmaximierung dem entgegensteht.  Es schließt sich eine weitere Frage an: Kann eine Privatisierung von Hochschulmedizin im Sinne der betroffenen Patienten sein?</p>
<p>Im 3. Jahr nach der Privatisierung scheint sich das Universitäts-Klinikum neu zu orientieren. Es wird eine Steigerung des Umsatzes um mindestens 3 % jährlich als Konzernvorgabe angestrebt. Die Chefärzte werden mit umfangreichen Papieren und Arbeitsblättern dazu aufgefordert, sich um die betriebswirtschaftliche Stoßrichtung des Klinikums Gedanken zu machen. Ausdrücklicher Bestandteil der Analyse soll die Bewertung der Konkurrenz sein, der Marktanteile abzunehmen sind.  Die Niedergelassenen kommen letztlich an zwei Stellen vor, nicht nur als Konkurrenz, der Marktanteile abzunehmen sind, sondern auch als Zuweiser, deren Perspektive mitbedacht werden soll. Der Erfolg der Ziele der Rhön-AG beruht darauf, dass sie selbst eine straff betriebswirtschaftlich-gewinnorientierte Strategie entwickelt, während auf der anderen Seite eine Gruppe von Niedergelassenen steht, denen die Konzernstrategien und politischen Veränderungen im Gesundheitssystem unklar sind und die demzufolge weder eine eigene noch eine gemeinsame Abwehrstrategie entwickeln können.</p>
<p>Erwähnenswert ist in diesem Kontext auch, dass die Stellung der beiden unter dem Dach der Rhön-AG vereinigten Kliniken hier bei uns in Mittelhessen recht dominant ist, so dass eine große Steigerung der stationären Fälle aus der Region schwierig sein dürfte. Wegen des eklatanten Abfalls des Niveaus der Uni-Kliniken ist es auch schwer vorstellbar, dass diese Häuser im Wettbewerb mit anderen staatlichen Uni-Kliniken bestehen können und verstärkt überregionale Überweisungen stationärer Patienten vorkommen werden. Bleibt also die Expansion in den lokalen ambulanten Markt.</p>
<p>Derzeit werden im 3. Bauabschnitt in Marburg bis 2011 ca. 28 MVZs am Uni-Klinikum eingerichtet. Dies passiert in einer Zeit in der die Politik gegen die doppelte Facharztschiene agiert, indem die finanzielle Basis für die freie fachärztliche Tätigkeit zunehmend verkleinert wird. Es besteht durchaus eine große Aussicht auf Erfolg, zumal die Rhön-Klinikum AG sich personell so ausrichtet, dass sie über das entsprechende Fachwissen verfügt: So wurde im letzten Jahr Thomas Straub von der TKK Mitglied des Vorstands der Rhönkliniken AG, was natürlich unter der Prämisse erfolgt, das man Wertschöpfungsketten vom ambulanten in den stationären Bereich und zurück aufbaut.</p>
<p>Unter diesen Gesichtspunkten ist es auch nicht verwunderlich, dass Prof. Dr. Karl Lauterbach im Aufsichtsrat der Rhön-Klinikum AG präsent ist! Es wird sich jedem spontan erschließen, dass Herr Lauterbach natürlich nur die Interessen der Patienten im Sinn hat und sich an jeder Stelle den oben geschilderten Konzerninteressen widersetzen wird. Welche Alternativen bleiben den niedergelassenen Ärzten, um sich solchen Konzernen entgegen zu stellen? In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass die Rhön-Kliniken die Heterogenität und Uneinigkeit der niedergelassenen Ärzte benutzen, um diese  zu spalten und nicht geschlossen auftreten zu lassen. Zum anderen spielt man mit Existenz- und Zukunftsängsten bei den niedergelassenen Kollegen. Die  schlechter werdende Behandlung der Patienten in Klinikum wird verharmlost und hinter stereotypischen Floskeln der Manager wie „Spitzenmedizin für jedermann“ versteckt. Es ist bekannt, und dies betonen wir vom Notruf 113 immer wieder, dass die bestehenden Probleme durch einen Personalabbau bedingt sind, so dass auch die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte und Ärzteschaft am Klinikum zunehmend schlechter wurde.</p>
<p>Hauptpunkte unserer weiteren Arbeit im Jahr 2009 und 2010 sind:</p>
<ol>
<li>Faktenklärung, Meinungs- und Willensbildung im Kreis der niedergelassenen Kollegen, denn viele Kollegen sind immer noch allzu gern bereit, den Kooperationsversprechen der Rhönfunktionäre Glauben zu schenken.</li>
<li>Meinungsbildung und Informationstransfer aus der Bevölkerung/von Patienten, die von der Verschlechterung der Versorgungssituation betroffen sind.</li>
<li>Zusammenwirken mit den Beschäftigten der Uni -Kliniken. Das Pflegepersonal leidet unter Personalabbau und der damit verbundenen Arbeitsverdichtung. Die ärztlichen Kollegen stehen unter dem Druck einer zunehmenden Ökonomisierung der ärztlichen Tätigkeit. (Zitat des Aufsichtsratsvorsitzenden der Rhön-AG: er möchte den „Artenschutz“ für Professoren in ihren akademischen Nischen aufheben).</li>
<li>Dialog und kontroverse Diskussion mit der Politik, um die Sachverhalte klarzustellen und zu verbessern. Nur wenn deutlich gemacht werden kann, dass sowohl niedergelassene Ärzte als auch Patienten gegen solche Veränderungen sind, kann etwas bewirkt werden.</li>
</ol>
<p>Die Rhön-Klinikum-AG operiert landesweit und sehr koordiniert von der Konzernspitze aus. Diese Konzernspitze verfolgt ein klar definiertes Ziel, nämlich eine Gewinnmaximierung. Die Betroffenen dieser Privatisierungswelle sind sehr unterschiedlich in ihren Ängsten und Interessen. Da sind Patienten und deren Angehörigen, Bevölkerung und Politiker in der Region, Pflegekräfte und sonstige Beschäftigte des Uniklinikums, Ärzte des Klinikums auf den verschiedenen Hierarchieebenen, die Krankenhäuser anderer Träger und deren Beschäftigten sowie niedergelassene Haus- und Fachärzte.</p>
<p>Wir vom NotRuf 113 haben immer wieder betont, dass die Beschäftigten wie Chefärzte, Assistenzärzte, Pflegepersonal vom profitorientierten Management im Regen stehen gelassen werden. Das Management presst die Arbeitskraft der Beschäftigten aus, anstatt den Stellenschlüssel an die Bedürfnisse der Patienten anzupassen. Das dies zu einer überproportionalen Fehlerhäufung führt liegt auf der Hand. Das Management versucht durch seine öffentlichen Äußerungen immer wieder einen Keil zwischen die Betroffenen zu treiben. Wir müssen uns dagegen überlegen, welche gemeinsamen Aktionsformen gegen die Privatisierungsfolgen des Uniklinkums sinnvoll sind.   Seien wir Realistisch, fordern wir das Unmögliche! die Universität gehört dem Bürger und sollte in die öffentliche Hand zurücküberführt werden.</p>
<p>Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.</p>
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		<title>Wie die Kassen sparen wollen</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 13:22:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Christoph Jochum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unser Gesundheitswesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einer dpa &#8211; Meldung fordern die gesetzlichen Krankenkassen strenge Regeln gegen die angeblich bevorstehende Kostenexplosion, die durch den Einsatz neuer Medikamente entstehen könnte. So müsse man die Erstattung solcher Medikamente einer Kosten &#8211; Nutzen Analyse unterziehen und in die Überlegungen einbeziehen, um wie viele Jahre  das Leben eines Patienten durch den Einsatz solcher Mittel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einer dpa &#8211; Meldung fordern die gesetzlichen Krankenkassen strenge Regeln gegen die angeblich bevorstehende Kostenexplosion, die durch den Einsatz neuer Medikamente entstehen könnte.</p>
<p>So müsse man die Erstattung solcher Medikamente einer Kosten &#8211; Nutzen Analyse unterziehen und in die Überlegungen einbeziehen, um wie viele Jahre  das Leben eines Patienten durch den Einsatz solcher Mittel verlängert werden könne. Außerdem sei auch zu berücksichtigen, wie die Lebensqualität dabei sei.</p>
<p>Erinnert uns das nicht an das vielfach absichtlich missverstandene  <br />
 <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialvertr&auml;gliches_Fr&uuml;hableben">Unwort des Jahres 1998</a> ?  &#8230; <strong>&#8220;Sozialverträgliches Frühableben&#8221;</strong></p>
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		<title>Wettbewerb der Krankenkassen</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Jun 2009 19:11:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dr. Christoph Jochum</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unser Gesundheitswesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Anfang des Jahres ist ein wesentlicher Teil der &#8220;Gesundheitsreform&#8221; in Kraft, der sogenannte Gesundheitsfonds. Aus diesem Fonds, der größtenteils durch die Beiträge der Versicherten finanziert wird, bekommen die gesetzlichen Kassen  einen pauschalen  Betrag für jedes Mitglied. Zusätzlich bekommen die Kassen Zu- oder Abschläge aus dem Risikostrukturausgleich (RSA). Der RSA richtet sich nach dem Alter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Anfang des Jahres ist ein wesentlicher Teil der &#8220;Gesundheitsreform&#8221; in Kraft, der sogenannte Gesundheitsfonds. Aus diesem Fonds, der größtenteils durch die Beiträge der Versicherten finanziert wird, bekommen die gesetzlichen Kassen  einen pauschalen  Betrag für jedes Mitglied. Zusätzlich bekommen die Kassen Zu- oder Abschläge aus dem <a title="Risikostrukturausgleich - Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Risikostrukturausgleich">Risikostrukturausgleich (RSA)</a>. Der RSA richtet sich nach dem Alter und Geschlecht der Versicherten und deren Morbidität, also dem Vorliegen einer oder mehrerer Krankheiten. Der Katalog, in dem diese Erkrankungen erfasst sind, enthält fast 3.800 Einzeldiagnosen.</p>
<p><span id="more-401"></span></p>
<p>Dieses System wird in Zukunft also die Krankenkassen belohnen, deren Mitglieder möglichst chronisch krank sind aber nicht viel kosten.</p>
<p>Vorbeugung wird in diesem Schema bestraft, denn  für das noch gesunde Kassenmitglied, welches einen ungesunden Lebenswandel führt, erhält die Kasse nichts aus dem RSA, während die erforderlichen Vorbeugemassnahmen kostenintensiv sind.</p>
<p>Mit anderen Worten: Die Krankenkasse bekommt für diesen Versicherten mehr Geld, wenn er erkrankt. In dringend nötige Vorbeugemassnahmen zu investieren, wäre demnach ein Akt reiner Nächstenliebe.</p>
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