Überdosis
Versuchter Massenselbstmord mit homöopathischen Medikamenten
Am 30 Januar 2010 um genau 10:23 sind britische Homöopathie Skeptiker im Rahmen der so genannten 1023-Kampagne vor der Apothekenkette “BOOTS” im englischen Brighton angetreten und haben in einer spektakulären Aktion massenhaft homöopathische “Globuli” (kugelförmige Pillen) eingenommen und damit alle Dosierungangaben um ein Vielfaches überschritten. Sinn des Auftrittes war zu zeigen, dass diese “Medikamente” keinerlei Wirkung haben. Homöopathie – Wikipedia
Im vergangenen Jahr hatte “BOOTS” zugegeben, dass Sie nicht an die Wirkung homöopathischer Präparate glauben, diese aber dennoch verkaufen, weil die Kunden sie für wirksam hielten. Dass sie durch dieses Verhalten vor dem Hintergrund ihrer pharmakologischen Autorität solchen “Medikamenten” eine Legitimation verleihen, scheint sie nicht zu stören. Geschäft ist eben Geschäft.
Immer wieder behaupten Homöopathen, dass ihre bis fast ins Unendliche verdünnten Präparate durchaus hoch wirksam seien – je verdünnter desto besser, und dass man nur eine Handvoll dieser Globuli schlucken müsse, um zu sehen, dass sie wirken und dass die Homöopathie eine ernstzunehmende medizinische Methode ist.
Der Selbstversuch ging erwartungsgemäß glimpflich aus: Die Teilnehmer der 1023-Kampagne haben alle überlebt und erfreuen sich bester Gesundheit.
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Science@home
Spiegel Online – Wissenschaft
Montag 12. April 2010 um 17:02
Ein sehr unterhaltsames Video. Das muss ich mit einem breiten Grinsen schon sagen. Ich finde, jeder muss für sich selber entscheiden, ob er homöopathische Mittel nimmt oder nicht. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass jeder Anders auf diese Mittel reagiert. Jeder Mensch hat einen Anderen Stoffwechsel und besonders der Glaube, kann ja manchmal Berge versetzen:-).