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Bleaching – weisse Zähne

Schon seit Jahrhunderten gelten möglichst weisse Zähne als Zeichen für Gesundheit, Vitalität und Attraktivität. Um diesen Wunsch zu erfüllen wurden zahlreiche fast immer ungeiegnete Aufhellungsversuche unternommen, die entweder wirkungslos waren oder die Zähne geschädigt haben oder beides. Erst in neuerer Zeit ist es möglich, die Zahnfarbe ohne Schädigung der Zähne wirkungsvoll zu verändern und dem Schönheitsideal anzupassen.

Die heute zur Aufhellung verwendeten Substanzen Wasserstoffperoxid (H2O2) sind hoch wirkungsvoll, rufen aber, wenn sie vom Fachmann angewendet werden, keine dauerhaften Nebenwirkungen hervor.

In jedem Fall sollte die Zahnaufhellung unter der Aufsicht eines  Zahnarztes von geschultem Personal durchgeführt werden.

Ein professionelles Bleaching (Wikipedia) bietet die Sicherheit, dass die Zähne und das Zahnfleisch nicht geschädigt werden. Der Zahnarzt kennt sich in diesem Bereich aus und verwendet spezielle Verfahren, bei denen weder der Zahnschmelz noch das Zahnfleisch angegriffen wird. Unter professioneller Aufsicht ist Bleaching also unbedenklich. Vorsichtig sein sollte man allerdings bei den vielen Bleaching Produkten, die zur Zeit den Markt überschwemmen. Meistens enthalten diese sehr aggressive Substanzen, und so mancher „Heimwerker“, der Bleaching Zuhause angewendet hat, musste später feststellen, dass die Zähne während der Behandlung weh taten, danach schmerzempfindlicher waren und der erwünschte Erfolg nicht eingetreten war.

Dem Bleaching vorausgehen sollte immer eine professionelle Zahnreinigung, am besten mit Airflow, damit alle Zahnbeläge vollständig entfernt werden und das Bleaching Gel auch überall wirken kann.

Da Bleaching keine Heilbehandlung ist, wird es von den Krankenkassen nicht bezahlt.

Im Wesentlichen kommen drei Methoden der Aufhellung zur Anwendung:

  • Die Aufhellung durch Fachpersonal in der Praxis

    Dies ist die effektivste und schnellste Methode aber in der Hand des Unkundigen auch die riskanteste, bei der keine Fehler gemacht werden dürfen.  Zunächst wird das Zahnfleisch und eventuell nicht aufzuellende Zähne sorgfältig abgedeckt. Danach trägt der Behandler ein Bleaching Gel direkt auf die Zähne auf, wo es für ca. eine halbe Stunde einwirken soll. Nach dieser Zeit wird das Gel entfernt und die Wirkung überprüft. Ist der Aufhellungseffekt nicht ausreichend, so kann die Behandlung bis zur Erzielung eines guten Ergebnisses wiederholt werden.

  • Die Aufhellung durch den Patienten zu Hause (home bleaching)

    Beim home bleaching führt der Patient in eigener Regie die Aufhellung durch, in dem er in eine von der Zahnarztpraxis oder deren Dentallabor angefertigten Kunststoffschiene ein Bleaching Gel einfüllt und die Schiene für eine bestimmte Zeit, z.B. über Nacht, trägt. Auch hier kann die Anwendung nach Bedarf wiederholt werden. Bei dieser Aufhellungsmethode besteht die Gefahr, dass der Patient in Erwartung eines unrealistisch starken Aufhellungeffektes die Behandlung zu oft wiederholt und damit letztendlich doch Schäden an der Zahnsubstanz oder den Schleimhäuten verursacht.

  • Das interne Bleaching

    Mit dieser Methode können Zähne mit sehr großen Defekten und abgestorbene, wurzelkanalgefüllte Zähne aufgehellt werden (Endodontie – Wikipedia). Dabei wird die Füllung des Zahnes entfernt und das Bleaching Gel direkt in den Zahn und ggf. auch in den Wurzelkanal eingebracht. Danach wird der Zahn mit einer temporären Füllung verschlossen. Diesen Vorgang kann man, je nach gewünschter Intensität der Aufhellung, auch mehrmals wiederholen. Das interne Bleaching ist in den meisten Fällen sehr effektiv, da die Aufhellung vom Inneren des Zahnes heraus erfolgt. Das Bleaching Gel muss auf diese Weise nicht durch die relativ kompakte und dichte Schmelzschicht hindurch wirken, sondern kann direkt dort deponiert werden, wo man den größten Effekt erzielen will. Außerdem kann man das Gel bei dieser Methode über einen längeren Zeitraum am Wirkunsort belassen. Das interne Bleaching wird immer vom Zahnarzt durchgeführt.

Nachteile aller Aufhellungsmethoden:

Alle Verfahren zur Zahnaufhellung wirken ausschließlich auf die Zahnsubstanz. Kunststofffüllungen oder Keramikinlays, Verblendkronen und Brücken können in ihrer Farbe nicht verändert werden, so dass sie sich nach der Aufhellung unangenehm von der natürlichen Zahnsubstanz abheben können. In einem solchen Fall muss der Patient vor der Behandlung auf die Möglichkeit einer Verschlechterung des ästhetischen Gesamteindruckes hingewiesen werden, damit er entweder auf die Zahnaufhellung verzichtet oder bereit ist, sich nach abgeschlossener Aufhellung Füllungen, Inlays, Kronen etc. passend zu der geänderten Zahnfarbe neu anfertigen zu lassen.

Der Aufhellungseffekt ist nicht von unbegrenzter Dauer. Nach Ablauf einiger Jahre können die Zähne ihre ursprüngliche Farbe wieder annehmen, so dass eine Wiederholung der Behandlung erforderlich sein kann.

Bleaching oder nicht Bleaching?

Wenn die Vorteile und Nachteile einer Zahnaufhellung vernünftig abgewogen werden, gibt es durchaus Fälle in denen eine solche Behandlung sinnvoll ist. Typische Fälle sind zum Beispiel der abgestorbene und dunkel gewordene Frontzahn, oder ein gesundes, ungefülltes Gebiss mit unnatürlich gelb oder bräunlich aussehenden Zähnen. Weniger sinnvoll erscheint der Wunsch, ohnehin schon sehr helle Zähne noch viel weisser zu machen. Wenn die Farbe in Richtung Porzellan geht, sieht das Ergebnis meist unnatürlich aus. Derart helle Zähne benötigen einen erheblichen zusätzlichen Reinigungsaufwand und sehen schon bei geringsten Verfärbungen z. B. durch Teegenuss etc. unschön aus.

Unter den richtigen Voraussetzungen und bei gut informierten Patienten ist Bleaching, wenn es vom Zahnarzt oder geschultem Fachpersonal in der Praxis durchgeführt wird, eine gute Methode das kosmetische Erscheinungsbild zu verbessern und dem jeweiligen Schönheitsideal anzupassen. Zahnverfärbungen können psychisch sehr belastend sein.

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