Keramik-Füllungen
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Keramik ist nach dem augenblicklichen Erkenntnisstand das Material, welches sich am besten eignet, um Zahndefekte sowohl in funktioneller als auch kosmetischer Hinsicht “perfekt“ zu versorgen.
Im Gegensatz zu den so genannten plastischen Füllungen (Amalgam und Kunststoff) ist der Zahnarzt bei der Herstellung von Keramikinlays (Wikipedia) auf die Mitwirkung eines hervorragend ausgebildeten und handwerklich sowie künstlerisch geschickten Zahntechnikers angewiesen.
Der Techniker gestaltet nach den Vorgaben des Zahnarztes das Keramikinlay aus verschiedenfarbigen Keramikmassen, die am Ende durch einen Brennvorgang äußerst hart und widerstandsfähig werden und im Aussehen von den gesunden Nachbarzähnen nicht zu unterscheiden sind. Zur Erzielung perfekter Ergebnisse ist es oft erforderlich, dass der Zahntechniker den Patienten in der Praxis persönlich kennenlernt, die individuellen Wünsche bespricht oder nach Fotos arbeitet.
Der Zahnarzt hat die Aufgabe, die Zähne zur Aufnahme der Inlays präzise vorzubereiten, genaue Abdrücke zu machen und so überhaupt erst die idealen Voraussetzungen für die Versorgung mit Keramikfüllungen zu schaffen.
die fertigen Inlays werden vom Zahnarzt in die Zähne “eingeklebt” – Ätz- und Bonding Technik (Wikipedia). Dieses Einkleben ist sehr aufwändig und muss perfekt gelingen, damit eine praktisch untrennbare Einheit aus Zahn und Füllung entsteht. Dieses Verfahren duldet keine Fehler. Wenn hier nicht alles perfekt gemacht wird, ist das Ergebnis kaum besser als andere Füllungen.
Vom Computer im CAD / CAM Verfahren hergestellte Inlays haben nicht die gleiche hohe Passgenauigkeit und ästhetische Perfektion wie gute von der Hand eines Experten angefertigte Inlays.
Keramikinlays
- haben praktisch die selben Eigenschaften wie die natürliche Zahnsubstanz
- sind ästhetisch vom gesunden Zahn nicht zu unterscheiden
- verursachen keine Kälteempfindlichkeit
- sind mit dem Zahn so gut wie untrennbar verbunden
- sind seit ca 15 Jahren erprobt und komplikationslos
- haben eine sehr hohe Lebenserwartung
- gehören nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Kassen
- sind verglichen mit Amalgam- und Kunststoffüllungen relativ teuer
- bieten aber über einen längeren Zeitraum das beste Preis-Leistungs-Verhältnis
Freitag 8. Oktober 2010 um 22:13
Das hört sich ziemlich aufwendig an! Zahlt das zumindest anteilig die Krankenkasse?
Freitag 8. Oktober 2010 um 22:59
Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen im Seitenzahnbereich Amalgamfüllungen und im Frontzahnbereich einfache Kunststoffüllungen.
Für Keramikfüllungen wird der Betrag übernommen, den eine vergleichbare Amalgamfüllung gekostet hätte. Voraussetzung ist jedoch, dass die Füllung notwendig war. Ein Austausch funktionsfähiger Füllungen, zum Beispiel im Rahmen einer “Amalgamsanierung”, löst grundsätzlich keine Zahlung durch die gesetzliche Krankenkasse aus.