Aktuelle Informationen
Wenn Sie bei diesen Themen mitreden oder kommentieren wollen, besuchen Sie auch unseren Blog
- Zahn-Online Newsticker
- Neues von Zahninfo-Marburg
- Was bringt uns die elektronische Gesundheitskarte?
- Umfrage zur e-card
- Ist es sinnvoll, Zahnersatz "billig" im Ausland anfertigen zu lassen?
- Schwerste Mängel bei Zahnersatz aus Osteuropa
- Buchtipp: Gaby Guzek: Patient in Deutschland - verraten und verkauft
- Offener Brief der Autorin Renate Hartwig an die Gesundheitsministerin
- Zahnersatz aus dem Ausland ... Nachtrag
Zahn-Online Newsticker
Samstag, der 31. Juli 2010
-
Gute Nachricht für Patienten: Strahlenbelastung bei Röntgenuntersuchungen kann verringert werden
[30.07.2010]Jede Röntgenuntersuchung ist mit einer Strahlenbelastung verbunden. Für einen besseren Patientenschutz arbeitet das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) daran, unnötige Röntgenuntersuchungen zu vermeiden sowie notwendige Untersuchungen zu optimieren und die dabei auftretende Strahlenbelastung zu verringern... -
SPD will Arbeitgeber aus Krankenkassen-Selbstverwaltung entlassen
[30.07.2010]Berlin (ddp). Als Konsequenz aus der von Union und FDP geplanten Belastung der Krankenversicherten fordert die SPD, die Arbeitgeber aus der gemeinsamen Selbstverwaltung der gesetzlichen Krankenkassen zu entlassen und damit zu entmachten. Wer an den künftigen Kostensteigerungen nicht mehr beteiligt ist, hat das Recht verwirkt, bei den Krankenkassen weiter mitzureden, sagte der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach der Berliner Zeitung (Freitagausgabe). Wer nicht mehr bezahlt, darf auch nicht mehr bestellen, betonte er... -
Städte- und Gemeindebund fordert Hilfe von der Bundesregierung
[30.07.2010] Die Kommunen fordern der Zeitung zufolge, die Gewerbesteuer auszudehnen und die freien Berufe einzubeziehen. Für uns ist nach wie vor nicht ersichtlich, warum der kleine Handwerker Gewerbesteuer zahlt, aber nicht die Zahnarztpraxis, der Steuerberater oder das Architekturbüro, die genauso die kommunale Infrastruktur nutzen... -
Gesundheitsmarkt: Regulierung bremst Innovation
[29.07.2010]Die Angst der Krankenkassen vor Zusatzbeiträgen hemmt sie bei der Entwicklung innovativer Versorgungskonzepte. Genauso wenig können Leistungserbringer, wie Ärzte, die Mittel für erforderliche Anfangsinvestitionen aufbringen. Dies beobachtete der Bundesverband Managed Care (BMC) http://www.bmcev.de. Als Grund sieht er einerseits die Erwartung der Beitragszahler, mit den Beitragseinnahmen gewissenhaft umzugehen. Andererseits wirkt die starke gesetzliche Regulierung des Gesundheitsmarktes als Innovationsbremse... -
Gesetzliche Sozialversicherung: Defizit im ersten Quartal 2010 rückläufig
[29.07.2010]WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, verzeichnete die gesetzliche Sozialversicherung – in Abgrenzung der Finanzstatistik – im ersten Quartal 2010 ein kassenmäßiges Finanzierungsdefizit von 4,0 Milliarden Euro. Damit war das Defizit um 0,3 Milliarden Euro niedriger als im ersten Quartal 2009.... -
Wasser von den Vereinten Nationen zu Menschenrecht erklärt
[29.07.2010]New York (apn). Die Vereinten Nationen haben das Recht auf sauberes Wasser als ein Menschenrecht anerkannt. Die UN-Vollversammlung verabschiedete am Mittwoch eine entsprechende Resolution mit 122 zu null Stimmen. Allerdings enthielten sich 41 Länder der Stimme, darunter die Vereinigten Staaten und einige andere westliche Länder. Zustimmung kam unter anderem aus Deutschland, Belgien, Italien, Spanien und Norwegen... -
Kostenexplosion im Gesundheitswesen: ein Irrglaube
[27.07.2010]Die gesetzlich Versicherten halten die Verwaltungskosten der Krankenkassen für eine der Hauptursachen der Kostenexplosion im deutschen Gesundheitswesen - und liegen damit falsch. Dem Gesundheitsmonitor der Bertelsmann Stiftung zufolge gehen diesem Irrglauben rund 60% nach. Tatsächliegen liegen die Kosten seit Jahrzehnten bei moderaten 5-6%. Nicht nur an dieser Stelle in der Gesundheitspolitik haben offenkundig Mythen die Fakten in den Hintergrund... -
Kumulative Effekte von Einkommen und Bildung auf die Mundgesundheit
[27.07.2010]Ziel der Studie war es, die Einflüsse der Faktoren Einkommen und Bildung auf die Mundgesundheit jeweils separat und in Kombination zu untersuchen. Nachausgewertet wurden dazu die Daten der Erwachsenen-Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen aus der Vierten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS IV) des IDZ...
Neues von Zahninfo-Marburg
Samstag, der 31. Juli 2010
-
Neues Design für unsere Praxiswebsite
- 22.04.2010
Unsere Praxis-Website bekommt ein neues Design Seit einigen Jahren arbeite ich neben meiner zahnärztlichen Tätigkeit an der Entwicklung und Umsetzung unserer Praxiswebsite. Von Anfang an sollte sich diese Website von anderen durch die Abwesenheit reißerischer Werbesprüche und ein sauberes und übersichtliches Webdesign unterscheiden. Ganz bewußt habe ich immer auf die in Zahnarzt-Websites so gern und [...] -
Werden Sie Scharlatan
- 14.04.2010
Werden Sie Scharlatan von Edzard Ernst Frustriert, weil andere mit Unsinn das große Geld machen? Verzweifelt, weil Ihren Bemühungen um Wissenschaft und Aufklärung keine Anerkennung zuteil wird? Satteln Sie um! Bieten Sie “Entropische Enterospektroskopie” oder “Transzendentale Erholung” an – und werden Sie reich und berühmt damit. Ja, es ist frustrierend, man wird fast krank davon. [...] -
Bilderausstellung
- 09.04.2010
Wir freuen uns darüber, Ihnen in unseren Praxisräumen im Rahmen einer Bilderausstellung Werke von Gert Gekeler vorstellen zu können. Auf diesen Seiten finden Sie schon einmal einen kleinen Ausschnitt seiner Digitalen Malerei. Gekeler hat sein Wirken ganz der Computerkunst (Wikipedia) gewidmet, indem er digitale Fotografien mit dem Computer bearbeitet und durch “Multiplikation” so verändert, dass [...]
Was bringt uns die elektronische "Gesundheitskarte?"
Die elektronische "Gesundheitskarte" steht offenbar kurz vor ihrer Einführung, und dies obwohl Datenschutzexperten dringend davor warnen. Immerhin werden die intimsten Daten von Millionen Patienten auf Internetservern gelagert, die letztendlich nicht vor dem Zugriff Unbefugter geschützt werden können. Bisher war es noch immer so, dass die Ansammlung sensibler Daten sofort "Interessenten" aller Art auf den Plan gerufen hat, die es verstanden, sich Zugang zu verschaffen. Diese Interessenten hatten keineswegs immer nur illegale Absichten, vielmehr hat die Existenz solcher Daten stets auch die Begierde staatlicher Organe geweckt, für die es ein Leichtes ist, sich durch entsprechende Gesetzgebung den Zugang ganz legal zu beschaffen.Wie weit diese Bürgerbespitzelung gehen kann, kann man am Beispiel Österreich sehen, wo schon im Jahr 2005 eine elektronische "Gesundheitskarte" eingeführt wurde. Da die Bundesrepublik unseren österreichischen Nachbarn in Sachen Überwachunsgseifer nicht nachsteht, dürfen wir wohl das Schlimmste erwarten.
Zitat
Stoppt die elektronische Gesundheitskarte
Alle Versicherten, ob Kasse oder Privat, sollen in Zukunft eine "elektronische Gesundheitskarte" erhalten.Was bedeutet das für Sie?
Alle Versicherten haben jetzt eine lebenslang gültige "Personenkennziffer" erhalten. Die neue Karte wird mit einem Foto versehen. Politiker und Krankenkassen wollen, dass in Zukunft Ihre Krankheitsdaten (Arztbriefe, Diagnosen, vererbte Erkrankungen und verordnete Medikamente) außerhalb der Arztpraxis gespeichert werden.
Was Sie aber nicht wissen:
AUF der Karte wird fast nichts gespeichert! Die Karte dient als SCHLÜSSEL zu einem gigantischen Computernetzwerk, dem sich künftig alle Arztpraxen, Zahnärzte, Krankenhäuser, Apotheken, Psychotherapeuten, alle ca. 300 Krankenkassen, Krankengymnasten, Sanitätshäuser und viele weitere Berufsgruppen des Gesundheitswesens anschließen müssen. Dies bedeutet, dass schätzungsweise bis zu 2 Millionen Menschen aus dem gesamten Gesundheitsbereich Zugriff auf die Krankheitsdaten erhalten werden.
Wollen Sie, dass in Zukunft Ihre Krankheitsdaten, zum Beispiel AIDS, Krebs, Diabetes, Potenzprobleme oder Nervenzusammenbruch, nicht mehr unter der Schweigepflicht Ihres Arztes liegen, sondern in zentralen Computern mit Internet-Anbindung gespeichert werden?
Das ganze Projekt ist unsinnig, teuer und gefährlich. Und Sie als Versicherte zahlen dafür auch noch die Rechnung.
Quelle: Aktion "Stoppt die e-Card!"
www.stoppt-die-e-card.de
Linksammlung zu diesem Thema
Weitere Infomationen
Die e-card in Österreich
Zitat
Gesundheitskarte vor dem Aus - Bitkom entsetzt über das Procedere - FDP: Teure Nichtskönnerkarte
Die Einführung der neuen elektronischen Gesundheitskarte für 80 Millionen Krankenversicherte
in Deutschland verzögert sich auf unbestimmte Zeit. Nach Informationen des "Hamburger Abendblatts"
(Mittwochausgabe) gibt es unterschiedliche Auffassungen zwischen dem Bundesgesundheitsministerium,
dem Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar und den Krankenkassen über die Fotos der Versicherten
auf der Karte. Dem Bericht zufolge prüfen die Krankenkassen nicht, ob die Fotos tatsächlich die
Versicherten zeigen oder andere Personen.
"Patienten sind nicht absolut zweifelsfrei identifizierbar. Systematischer Missbrauch ist möglich", heißt es in einem Gutachten, wie die Zeitung schreibt. Dabei sollte gerade das Foto auf der neuen elektronischen Gesundheitskarte Betrügereien verhindern helfen. In einem Schreiben des Gesundheitsministeriums heißt es: Man gehe davon aus, dass die Kassen schon an den Datenschutz und drohenden Missbrauch denken, wenn sie die Fotos einsammeln.
Für den Centralverband Deutscher Berufsphotographen urteilte Andreas Gliem: Anforderungen der Datenschützer, der EU und der Gematik selbst werden nicht eingehalten. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hatte bislang die Sicherheitsstandards der Karte gelobt - jetzt scheint er eine Kehrtwendung zu machen: Schaar ließ der skeptischen Fotografenvereinigung schreiben, es sei von "erheblicher Bedeutung" sicherzustellen, dass der Karteninhaber und die Person auf dem Foto identisch sind.
Der IT-Branchenverband Bitkom ist entsetzt über das Prozedere bei der verzögerten Einführung der Karte. "Wer sechs Jahre nach dem politischen Entschluss und drei Jahre nach dem ursprünglich vorgesehenen Starttermin die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte ausbremst, gefährdet das Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Politik", sagte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer der Zeitung. "Die Gesundheitskarte ist gescheitert", sagte Ulrike Flach, technologiepolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, dem Hamburger Abendblatt. In der Bundestagsanhörung zu den gravierenden Problemen sagte Flach, die e-Card sei eine "teure Nichtskönnerkarte". Ebenfalls dort berichtete die Hippokranet-Autorin Dr. Silke Lüder, warum die Ärzte diese Gesundheitskarte ablehnen: unpraktisch, unsicher, zu teuer. "Die Krankheitsdaten als sensibelste Daten aller Menschen dürfen nicht zentral gespeichert werden", sagte Lüder zum Abendblatt. "Der Arzt soll mehr Zeit für den Patienten haben, in Zukunft hätte er weniger."
Quelle: Hamburger Abendblatt, Donnerstag, 4. Juni 2009, 20:19
Teilen Sie uns mit, was Sie von der e-card halten
Hier können Sie Ihre Meinung zur elektronischen "Gesundheitskarte" sagen. Sie können auch an Hand der Umfrageergebnisse sehen, wie andere Besucher dieser Website über dieses datenrechtlich umstrittene und brisante Thema denken.Ihre Angaben erfolgen vollkommen anonym. Zur Vermeidung von Doppel-Abstimmungen wird lediglich Ihre IP-Adresse gespeichert.
Ist es sinnvoll, Zahnersatz "billig" im Ausland anfertigen zu lassen?
In letzter Zeit mehren sich die Fälle, in denen Patienten von der Krankenkasse angewiesen werden, den Zahnarzt zu drängen, er möge ihren Zahnersatz von einem in- oder ausländischen Billiglabor anfertigen lassen.Treffender als John Ruskin kann man die Folgen dieser "Schnäppchenjagd" kaum beschreiben:
Zitat
Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen
und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren,
werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.
Es ist unklug, zuviel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld. Das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.
Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.
John Ruskin englischer Sozialreformer 1819-1900
Zitat
Über die Qualität ausländischen Zahnersatzes
Bei Schlagworten wie "günstig, billig, preiswert" oder gar Rechenexempeln wie "Zahnersatz zum Nulltarif" sollten Sie skeptisch sein. Hierbei sind gerade Empfehlungen mancher Krankenkassen, die Anbieter von billigem, aus dem Ausland - meist aus Fernost oder Osteuropa - importierten Zahnersatz empfehlen, mit Vorsicht zu genießen. Dem Versicherten wird dabei "nahegelegt", seinen Zahnarzt auf Zahnersatzbezug aus solchen Laboratorien bzw. Handelsgesellschaften anzusprechen oder sogar den Behandler zu wechseln. Scheinbare "Billiglösungen" bedeuten oft, dass weder Sie noch Ihr Zahnarzt auf die Herstellung und die individuelle Gestaltung Einfluss nehmen können. Sollte es zu Problemen kommen, kann deren Behebung möglicherweise schwierig und finanziell schmerzlich sein und am Ende vielleicht sogar mehr kosten als nur Ihre Zeit und Ihr Geld.Studie des MDK zum ausländischen Zahnersatz
Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung Rheinland-Pfalz (MDK RLP) hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für Biometrie, Epidemiologie und Informatik der Universität Mainz (IMBEI) erstmalig in einer Studie die Qualität zahnärztlich-prothetischer Versorgungen in EU-Ländern bzw. im Ausland begutachtet. Dabei wurden insgesamt 185 verschiedene prothetische Versorgungen begutachtet und der im Ausland gefertigte Zahnersatz untersucht. Insgesamt wurden dabei 81 Brücken, 76 Einzelkronen, neun Teilprothesen, elf kombinierte festsitzend/herausnehmbare Versorgungen, acht Totalprothesen sowie elf Füllungen begutachtet.Mängelfreie Versorgung lediglich bei 12 von 81 Brücken
Von den begutachteten 81 Brücken entsprachen 47 den deutschen Richtlinien für eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung, eine mängelfreie Versorgung konnte jedoch lediglich bei zwölf dieser Brücken konstatiert werden. Bei drei Brücken bestand sogar generell eine fragliche Notwendigkeit der Anfertigung.
Auffällige Mängel
Als Mängel fielen vor allem auf: deutlich tastbare Kronenränder, der Einschluss von Fremdbestandteilen oder Verunreinigungen, eine fehlerhafte Okklusion, Frühkontakte, Hyperbalancen oder fehlende Gegenbezahnung, fehlerhafte technische Anfertigung, parodontale Pfeilerzähne, röntgenologisch nicht erhaltungswürdige Pfeilerzähne, Karies an Kronenrändern sowie die Anfertigung von Brücken mit zu vielen Brückengliedern oder zu langen Spannen.
Neuanfertigung in 53 % der Fälle als notwendig erachtet
Aufgrund der gefundenen Mängel wurde von der zahnärztlichen Gutachterin des MDK Rheinland-Pfalz eine Neuanfertigung der Zahnersatzversorgung in 53 % der Fälle (43 Brücken) als notwendig erachtet. Bei den begutachteten 76 Einzelkronen bestand bei 97 % eine fragliche Notwendigkeit für ihre Anfertigung. Hier musste konstatiert werden, dass offensichtlich im Ausland eine Überversorgung erfolgte, da bei der Nachbegutachtung ein erheblicher Zweifel bestand. In diesen Fällen lag der Verdacht nahe, dass aus ästhetischen Gründen Zähne im sichtbaren Bereich überkront wurden, welche keinen prothetischen Therapiebedarf aufwiesen. Eine zwingende Notwendigkeit für eine Neuanfertigung wegen qualitativer Mängel zeigte sich bei elf der 76 begutachteten Einzelkronen.
Fazit:
Die angefertigten Arbeiten waren vor allem bei den festsitzenden Versorgungen qualitativ unzureichend und mit nicht unerheblichen Mängeln behaftet.
Deutsche Zahnärzte können Mängelbehebung an "ausländischem Zahnersatz" ablehnen Ungeklärt ist, wer Mängel an dem im Ausland angefertigtem Zahnersatz behebt und für die dabei entstehenden Kosten aufkommt. Deutsche Zahnärzte können eine Nachbesserung von Mängeln an "ausländischem Zahnersatz" ablehnen, so lange es sich nicht um Notfallsituationen handelt. Auch die Gesetzliche Krankenversicherung ist nicht prinzipiell verpflichtet, Mängelkorrekturen zu bezahlen.
Quelle: www.zahnersatz-germany.de
Schwerste Mängel bei Zahnersatz aus Osteuropa
Zitat
Sollte man sich in Deutschland mit Zahnersatz versorgen lassen?
Oder billigere Versorgungen aus dem Ausland wählen? Osteuropäische Anbieter punkten
tatsächlich oftmals mit niedrigeren Preisen. Doch Experten wie der
Marburger Prof. Dr. Klaus Lehmann warnen.
Vergleiche sind nach Meinung der Experten schwierig, da in Deutschland nach einem hohen Qualitätsstandard gearbeitet wird. Bei ausländischen Anbietern sei das aber keinesfalls immer so, meint Lehmann und verweist auf eine Studie über die Qualität von in Ungarn hergestelltem Zahnersatz. Da ist gar von "schwersten Mängeln" die Rede. Die Untersuchungen von Professor Dr. N. P. Lang an der Klinik für Parodontologie, Kronen- und Brückenprothetik der Universität Bern definierten die zahnmedizinischen Leistungen mit einem Qualitätsstandard von A bis E. A entsprach einer ausgezeichneten Arbeit, Standard E charakterisiert schwerste Mängel, "die als Verstümmelung bezeichnet werden mussten". Ergebnis: Standard A und B konnten für ungarische Arbeiten nicht vergeben werden. C-Leistungen waren lediglich 20 Prozent erbracht. Standard D erhielten 41 Prozent und Standard E 39 Prozent.
Überdies betont Prof. Lehmann die Notwendigkeit regelmäßiger Nachsorge und die Anpassung des Zahnersatzes an veränderte Kiefer- und Schleimhautverhältnisse. Diese seien medizinisch notwendig, um die gute Funktion und die lange Tragedauer des Zahnersatzes zu erhalten. Außerdem biete Zahnersatz, der in deutschen Meisterlabors hergestellt wird, alle Sicherheiten: rechtlich abgesicherte Garantien, ausschließliche Verwendung von erprobten und nachprüfbaren Materialien mit CE-Zeichen und schnelle Wege bei den Reparaturen. Nach Meinung von Prof. Lehmann ist auch die räumliche Nähe von Zahnarzt und Zahntechniker ein ganz wichtiges Argument dafür, Zahnersatz nicht im Ausland anfertigen zu lassen.
Der Fachmann macht auch noch eine ganz andere Rechnung auf: "Die Qualität von deutschem Zahnersatz ist weltweit führend. Das wirkt sich auch positiv auf die Haltbarkeit aus." Die betrage im Durchschnitt 15 Jahre, meint der Zahnmediziner. Und das schone nicht nur die verbleibenden Zähne, weil der Bohrereinsatz eine erkleckliche Zeitspanne vermieden werden könne, sondern senke, pro Jahr gerechnet, die Kosten erheblich. "Ganz abgesehen von den persönlichen Einschränkungen, die eine längere zahnmedizinische Behandlung im Ausland für den Einzelnen bedeuten kann", argumentiert Prof. Lehmann.
Quelle: Kuratorium perfekter Zahnersatz, Pressedienst Nr. 1 / 2005 - Mai 2005 www.kuratorium-perfekter-zahnersatz.de
Buchtipp: Gaby Guzek: Patient in Deutschland - verraten und verkauft.
Zitat
Gaby Guzek: Patient in Deutschland - verraten und verkauft.
Promedico Verlag Hamburg, 14,80 Euro. ISBN 978-3-932516-16-0
Erhältlich in Buchhandlungen oder direkt beim Cornelsen Verlagskontor Bielefeld FAX an 0521-9719187
Einen erhellenden Blick hinter die Kulissen des deutschen Gesundheitswesens gewährt
die Hamburger Fachjournalistin Gaby Guzek in ihrem soeben erschienenen Buch
"Patient in Deutschland - verraten und verkauft".
"Allen PR-Nebelbomben von Politikern zum Trotz: Wir haben schon lange eine klammheimliche Rationierung im deutschen Gesundheitswesen. Nur spricht keiner darüber. Das könnte ja Wählerstimmen kosten. Letztlich ist es aber kein anderer als Dr. med. Vater Staat selbst, der hinter den Kulissen die Strippen zieht und der - so scheint es mir - mehr die eigenen Finanzen als die Gesundheit seiner Bürger im Sinne hat", schreibt die Hamburger Fachjournalistin Gaby Guzek in ihrem Buch "Patient in Deutschland - verraten und verkauft."
...Sie gibt einen bislang nicht da gewesenen Blick hinter die Kulissen des deutschen Gesundheitswesens: Wussten Sie, dass die gesetzlichen Krankenkassen mehr Geld für ihre eigene Verwaltung ausgeben als für die zahnärztliche Versorgung ihrer Versicherten insgesamt? Oder dass es in Deutschland nur noch rund 94.000 Arztpraxen gibt, aber 140.000 Krankenkassen-Mitarbeiter? Oder dass das Bundessozialgericht erst kürzlich einen 64jährigen Pathologen dazu verurteilte, auch als Notarzt bereit zu stehen - obwohl der Facharzt seit mehr als 30 Jahren keinen lebenden Patienten mehr zu Gesicht bekommen hat und kurz vor der Rente steht?
...Der Gesundheitsforscher Hagen Kühn zieht einen historischen Vergleich: "Kleine niedergelassene Ärzte haben vor diesem großen Prozess eine Stellung wie vielleicht Anfang des 19. Jahrhunderts die Weber angesichts der Textilindustrie." Das Schicksal der kleinen Weber ist bekannt. Sie sind Geschichte. ....
Offizielle Zusammenfassung des Inhalts als pdf-Datei.
Offener Brief an Gesundheitsministerin Ulla Schmidt
Zitat
Die Autorin und Publizistin, Renate Hartwig, hat einen Brief an die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt geschrieben.
Hintergrund: Frau Hartwig tritt in überaus engagierter Weise als "Seismographen unserer Zeit"
( OT ihrer Homepage ) auf: "In meiner Funktion als Referentin in Banken, Konzernen und Verbänden,
erkenne ich die wachsende Sprach- und Mutlosigkeit in allen Gesellschaftsschichten",
schreibt Frau Hartwig und streitet, so empfindet es DD (Deutschland Debatte), gegen die zunehmende Resignation
in unserer Gesellschaft und kämpft für Aufklärung.
Websites der Autorin:
http://patient-informiert-sich.de
www.renatehartwig.de
Frau Hartwig hatte bisher offene Augen für -
- das (Un)wesen von Scientology
- die gesellschaftliche Kinderfeindlichkeit
- Förderung des Selbstbewußtseins von Kindern
- die Fehlleistungen unserer Gesundheitspolitik.
Offener Brief an Gesundheitsministerin Ulla Schmidt.
Zahnersatz made in ...
Ob neue Zähne, Gebisse oder die gezielte Extraktion von Plagegeistern alles kein Problem für die Straßenzahnärzte Puskar und seinen Mentor Pyara Singh. Direkt gegenüber des Bahnhofs in Jaipur behandeln sie ihre Patienten auf dem Geweg unter freiem Himmel...
aktualisiert vor 100 Tagen, am 22.04.2010 - 21:45. | Seite in 1.1323 Sekunden generiert.

